Adolf Frohner. Vagabundierende Gedanken - Adolf Frohner Stiftung

Padhi Frieberger

16. Oktober 2011 bis 15. April 2012

Padhi Frieberger (*1931) gilt fraglos als einer der radikalsten Pioniere der österreichischen Kunstszene nach dem Zweiten Weltkrieg. Sein Schaffen – als Musiker, Maler, Collage-, Objekt- und Fotokünstler, als gesellschaftspolitischer Aktivist und anarchistische Szenefigur – ist Beleg eines gattungsübergreifenden kreativen Werks, das die Grenzen der Kunst bis heute erweitert. mehr

WildeZeichen

27. März 2011 bis 29. Mai 2011

Graffiti definieren den Stadtraum als kollektives Territorium, um Bildbotschaften, Slogans und Nachrichten auszutauschen. Hierbei werden Hausfassaden, U-Bahn-Züge oder frei gegebene „City Walls“ zu mobilen und temporären Plattformen, die in der Grauzone der Legalität eine urbane Gegenkultur darstellen. mehr

Les Femmes Fatales

18. Juli 2010 bis 03. Oktober 2010

Die Femme Fatale hat in allen Zeiten und Kulturen eine große Faszination auf die Menschheit und die Künstler ausgeübt. Die unterschiedlichen Bewegungen der Avantgarde können nicht nur an den Musen sondern auch an den verschiedenen Femmes Fatales erkannt werden. Der Begriff Femme Fatale bezeichnet aber nicht nur den männlichen Blick der Begierde, auch Künstlerinnen haben sich insbesondere im Surrealismus, dieses Themas angenommen. Im Œuvre von Adolf Frohner spielt die Femme Fatale eine große Rolle, da der Künstler sie vom Podest der Schönheit gestürzt hat. Ihn hat die Hässlichkeit als Aspekt der realen Schönheit immer mehr interessiert als die schillernde Oberflächlichkeit der gewinnorientierten Konsumwelt.
Dieser spezielle österreichische Beitrag steht nach den Vorstellungen von Adolf Frohner ganz in der Tradition der Venus von Willendorf und der Forschungen von Sigmund Freud. Die Ausstellung zeigt Arbeiten von Adolf Frohner, Louise Bourgeois, Arnulf Rainer, VALIE EXPORT, Pierre Klossowski, Alfred Kubin, Maria Lassnig, Carol Rama, Ulrike Petzold, Franz West bis hin zu ganz jungen Positionen wie Katharina Daschner, gelitin oder Zenita Komad. Begleitet wird die Präsentation von kleinen Interventionen von Institutionen, die sich mit dem Thema beschäftigen. Darüber hinaus wird ein filmisches Begleitprogramm die Präsentation ergänzen. Eine anrüchige Lebewelt, Mord und Totschlag, Begierde und die Sexualität des vollen Lebens ziehen auf Zeit in das Forum Frohner ein.
Kuratoren: Andrea Winklbauer, Dieter Ronte

mehr

Les FemmesFatales

18. Juli 2010 bis 03. Oktober 2010

In allen Zeiten und Kulturen hat die Femme Fatale eine große Faszination auf Künstler ausgeübt. Sie war der reine Inbegriff von Bedrohung und zugleich von Verlockung durch Sexualität in sittenstrenger Zeit. Sie markierte den Punkt, an dem Gefahr und Begehren aufeinander prallten. Zugleich zementierte sie die viele Jahre gültige, misogyne Gleichung „Frau=Sex“ ins kollektive Gedächtnis. mehr

Les FemmesFatales

18. Juli 2010 bis 03. Oktober 2010

In allen Zeiten und Kulturen hat die Femme Fatale eine große Faszination auf Künstler ausgeübt. Sie war der reine Inbegriff von Bedrohung und zugleich von Verlockung durch Sexualität in sittenstrenger Zeit. Sie markierte den Punkt, an dem Gefahr und Begehren aufeinander prallten. Zugleich zementierte sie die viele Jahre gültige, misogyne Gleichung „Frau=Sex“ ins kollektive Gedächtnis. mehr

Adolf Frohner

28. März 2010 bis 04. Juli 2010

Adolf Frohner zählt zu den bedeutendsten Künstlern Österreichs nach 1945. Gemeinsam mit Otto Mühl und Hermann Nitsch war er Mitbegründer des später so genannten Wiener Aktionismus. Nach den Aktionen, Installationen und Materialbildern der frühen 60er Jahre fand er später über die Zeichnung zurück zur figürlichen Darstellung und schließlich zur großformatigen Malerei. Auf der Frohner’schen Spurensuche manifestiert sich sein Streben nach dem immer Neuen: beginnend bei seinen tachistischen oder aktionistischen Anfängen, bei seinem Umgang mit gefundenen, ärmlich anmutenden Materialien, über seine am Objekt orientierten plastischen Arbeiten, bis hin zu seinem zeichnerischen und malerischen Hauptwerk. Bekannt wurde Frohner vor allem durch seine vielschichtigen, oft irritierenden Frauendarstellungen, die auf radikale Weise mit konventionellen Sichtweisen brechen.
Die Ecce-Homo-Thematik, die das Leiden und die Entwürdigung des Menschen durch Gewalt und Krieg bezeichnet, zog sich bei Frohner wie ein roter Faden durch sein Œuvre. Diese Thematik erweiterte Frohner in seinem künstlerischen Schaffen auf eindrucksvolle Weise von den Anfängen seiner gestisch akzentuierten Aktionsmalerei und -plastik bis zu seinem Tod. Die Ausstellung präsentiert einen Querschnitt seines Schaffens mit Werken aus seinem Wiener Atelier, die als Schenkung an die neu gegründete Stiftung Frohner großteils erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
Kurator: Dieter Ronte

mehr

Adolf Frohner.Vagabundierende Gedanken

28. März 2010 bis 04. Juli 2010

Adolf Frohner zählt zu den bedeutendsten Künstlern Österreichs nach 1945. Gemeinsam mit Otto Mühl und Hermann Nitsch war er Mitbegründer des später so genannten Wiener Aktionismus. Nach den Aktionen, Installationen und Materialbildern der frühen 60er Jahre fand er später über die Zeichnung zurück zur figürlichen Darstellung und schließlich zur großformatigen Malerei. mehr

Schönheit des Hässlichen

11. Oktober 2009 bis 14. März 2010


Das Schöne, bereits in der Antike als philosophischer Begriff mit dem Wahren und Wahrhaftigen gleichgesetzt, geht von einem Konsensdenken und von der Mittelmäßigkeit von Dingen und Wesen aus. Das Hässliche dagegen wird erst seit Lessings Laokoon-Schrift (1766) überhaupt nicht mehr nur als Negation des Schönen, sondern als ästhetische Kategorie verstanden und gilt seit der Klassischen Moderne als Ausdrucksmittel der Avantgarde. mehr

Chili con Carne

12. Juli 2009 bis 04. Oktober 2009

Lehrer-Schüler-Beziehungen sind per se vielschichtig und neigen leicht zur Unausgewogenheit. Das Lehrer-Schüler-Verhältnis kann sehr persönlich sein und in allen Abstufungen soweit gehen, dass man im Grunde nichts voneinander weiß. Ein Patentrezept für Erfolg existiert nicht. Trotz seines gebrochenen Verhältnisses zu Kunstakademien unterrichtete Adolf Frohner von 1972 bis 2005 als Professor an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien. Aus seiner Klasse ging neben einer Anzahl von Lieblingsschüler/innen auch eine ganze Reihe von Künstler/innen hervor, die sich teilweise in massiver Opposition zu ihrem Lehrer befunden hatten und mit radikal anderen Mitteln reüssierten. „Chili con Carne. Eine Gegenausstellung“ thematisiert dieses hoch komplexe Beziehungsgeflecht zwischen dem Lehrer Frohner und seinen „häretischen“ Schüler/innen. In der Gegenüberstellung der Positionen von Frohner und einigen dieser – aus heutiger Sicht – „besten“ Student/innen seiner Klasse wird ein enormes „Spannungsfeld“ erkennbar. mehr

Alfred Hrdlicka

15. März 2009 bis 21. Juni 2009

Alfred Hrdlicka, bekannt vor allem als Bildhauer, hat auch ein umfangreiches Werk an Gemälden und Zeichnungen geschaffen. Diese Bilder sind spontaner und offener als die Skulpturen des Künstlers, müssen sie doch keine räumliche Situation definieren und sind nicht so vom Material abhängig. In ihnen tritt mit wildem, exzessiven und ekstatischen Strich das explosive und impulsive Wesen des Künstlers zutage. Auch mit seinen kraftvollen Zeichnungen hat Hrdlicka immer provoziert; sieht er sich doch als Mann des Widerstands, der sich auf drastische Weise mit Krieg, Gewalt und Machtverhältnissen auseinandersetzt. Das geschundene Individuum, das Leid, Angst, Schmerz und Bedrohung ausgesetzt ist, zeigt er mit schockierender Direktheit. Hrdlicka beleuchtet in diesen Arbeiten verloren gegangene Menschlichkeit und verkommene moralische Vorstellungen eindrucksvoll.
Mit Hrdlicka widmet sich das forum frohner einem Künstler aus dem Umfeld von Adolf Frohner. Die Ausstellung wird in Zusammenarbeit mit der Galerie Ernst Hilger realisiert. mehr

Ein Vehikel irgendwo

28. September 2008 bis 01. März 2009

Adolf Frohner und Joseph Beuys haben Ende der 1970er-Jahre an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien zusammengearbeitet. Gemeinsam teilen sie den Gedanken, dass Kunst nicht Selbstzweck ist, sondern Mittel zur Kommunikation, ein Vehikel, irgendwo verortet, um über die Welt am Beispiel der Kunst zu diskutieren. Der Schamane Beuys gestaltete unendlich viele Multiples, die als 'ars multiplicata' die Gedanken des Künstlers verbreiteten. Er wollte mit seiner Kunst einen möglichst großen Kreis von Menschen erreichen. Mit seinen Multiples führte Beuys einen eigenartigen Dialog. Es ging im nicht um die Schönheit des Blattes, diese Suche hatte er sehr schnell aufgegeben. Ziel war immer die Vermittlung seines Weltbilds, das Beuys zunächst aus der Zeichnung heraus entwickelte. mehr

Dem Bild die Gedärme herausreißen

29. Juni 2008 bis 14. September 2008

Die Wirklichkeit der Leinwand und ihre dritte Dimension sind Thema dieser Ausstellung. Diese entsteht, wenn der Künstler den Bildträger nicht mehr für Illusionen nutzt, sondern ihn aufbricht, durchbricht, zerschneidet, aufdickt oder aufwirft. Zahlreiche Künstler haben sich mit dieser Thematik auseinandergesetzt, eine wichtige Arbeit von Adolf Frohner trägt den Titel 'dem Bild die Gedärme herausreißen'. Die Leinwand wird als eigener Organismus verstanden, den man nicht zur Illustration verwendet, sondern dem man zu einem essenziellen, existentialistischen Dasein verhilft. Diesem Organismus müssen die Gedärme herausgerissen werden, um ihn zu präzisieren. Die Kunstwerke geben der Leinwand eine neue, lebendige Objektfähigkeit. mehr

Welch tiefes, schwankendes Ding

30. März 2008 bis 15. Juni 2008

Adolf Frohner verehrte den Malerdichter Adalbert Stifter, 1966 zeichnete er seine neunteiligen Reflexionen zur Arbeit des Schriftstellers. Biografische und inhaltliche Übereinstimmungen im Werk sind einige vorhanden, bei beiden geht es um innere Genauigkeit, um etwas Exzessives, 'Elementar-Katastrophales' (Thomas Mann) in den Naturbetrachtungen, sie schwanken zwischen Faszination und Reflexion. mehr