Mahony "Kimm Sun Sinn" Ausstellungsansicht - Kunsthalle Krems

Kate JustVenus was her name

16. Oktober 2011 bis 04. März 2012

Die amerikanische Künstlerin Kate Just (*1974) ist Artist-in-Residence in Krems und wird während ihres dreimonatigen Aufenthalts eine Ausstellung für die Factory der Kunsthalle Krems konzipieren. mehr

MatthiasGriebler

12. Juni 2011 bis 02. Oktober 2011

Unter dem Pseudonym Wotan Anzengruber erwirkte Matthias Griebler (*1972) 1993 die Aufnahme in die Meisterschule für Grafik an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Nachdem er unter eigenem Namen abgelehnt worden war, zog er die Lehre daraus, beim zweiten Mal das abzuliefern, was in die Vorstellung der Kommission passte. Bei der Prüfung erschien er in Strickkleidung, sprach einen Fantasiedialekt und produzierte 200 Blätter, die den Zeitgeschmack der Prüfer persiflierten. Erst so kam er zu einer offiziellen Kunstausbildung. mehr

Ole Aselmann

27. März 2011 bis 29. Mai 2011

In einer schnelllebigen, von Migration geprägten Zeit, in der „überlieferte Ordnungen“ der Religion und des Brauchtums sich auflösen, ist jeder einzelne täglich gefordert, sich seiner selbst, seiner Identität und Religion zu versichern. Das Reisen hat bei dem Versuch, sich in der globalisierten Welt zu orientieren, heute nicht selten auch die Funktion einer Initiation. Der Reisende löst sich für eine Zeitlang  aus der eigenen Kultur, geht in die Fremde, um als um viele Erfahrungen bereicherte Person zurückzukehren. mehr

Thomas Lerooy

10. Oktober 2010 bis 09. Januar 2011

Das von der Antike abgeleitete Idealbild des Menschen steht im Fokus der skulpturalen Arbeiten von Thomas Lerooy. Seine monumentalen Bronzefiguren durchleben einen Exzess des Scheiterns, da die vermeintlich perfekten Proportionen durch einen zu großen Kopf oder einen zu kleinen Körper fehlschlagen und sich selbst ironisieren. mehr

Slawomir Elsner

18. Juli 2010 bis 12. September 2010

Der in Polen geborene und in Berlin lebende junge Maler Slawomir Elsner arbeitet nach fotografischen Vorlagen. Häufig verwendet Elsner Bilder, die er in den Medien findet. Wie charakteristisch für seine Arbeit, findet er auch
in Magazinen Fotografien, die ihn auf Grund ihrer vom Kontext unabhängigen Qualität, ihrer Doppelbödigkeit interessieren. Motive, die für sich und aus dem Zusammenhang genommen etwas ganz anderes zu sein scheinen, als sie tatsächlich sind. Er spürt den manipulativen Ebenen der Medienbilder nach und fügt ihnen eine weitere hinzu.
Elsner verfremdet seine Vorlagen in mehrfacher Hinsicht. Zunächst entnimmt er sie aus ihrem Zusammenhang
und verschleiert die Bildherkunft. In seinen Techniken, die der Ölmalerei und der Zeichnung, verfremdet und anonymisiert er die Motive weiter. Am Ende stehen die Bilder oft im deutlichen Gegensatz zu ihrem Ursprung.
Die Schönheit der Darstellung kontrastiert mit dem Dargestellten, die formale Ästhetik mit den inhaltlichen Assoziationen. Die Zeichnungen der früheren Serie ‚My Country’, die auf den ersten Blick an aus der Werbung bekannte, satt-farbige Sonnenuntergänge erinnern, zeigen bei genauerem Hinsehen Waldbrände. Die malerisch leuchtenden Lichter eines Stadtpanoramas in der Abenddämmerung erweisen sich als Explosionen im bombardierten Bagdad.
Auf schlechtem Papier verblassende Werbung, Reportagefotos oder Modestrecken, Elsner überträgt die Aura
ihrer Zeit und ihres Mediums auf Leinwand, rettet sie vor dem Vergessen und führt uns auf falsche Fährten.

Kuratorin: Karin Pernegger

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Thomas Palme

02. Mai 2010 bis 04. Juli 2010

Das Schaffen von Thomas Palme ist zutreffend als „Entgrenztes Experiment“ bezeichnet worden. Es reicht von Zeichnungen über Videos, Plastiken, Fotos bis zu Performances. Im Stil ist es akademisch geschult und gleichzeitig wild und ungezähmt, thematisch ebenso verrückt wie hintergründig verschlüsselt. Viele Arbeiten wirken durch ihre sexuelle Aufladung provokativ, andere bestechen durch ihren lyrisch-schönen, wieder andere durch ihren surreal-absurden Charakter.
Thomas Palme wuchs im ländlichen Allgäu auf. Die Reliquienschreine mit Kruzifixen und Totenköpfen in Schaukästen vieler Barockkirchen tauchen später immer wieder in seinen Arbeiten auf. Seine Arbeitsweise zeichnet sich durch technisch höchst differenzierte, filigrane Linien, aber auch den ganzen Bildraum einnehmende Einschwärzungen aus. Organisch fließende Formen wechseln mit scharfen Linien. Ebenso komplex wie die technische Ausführung erscheinen die Inhalte. Das Spektrum erstreckt sich von Tierdarstellungen und Porträts über porno-graphisch anmutende Arbeiten bis zu chaotisch gekritzelter Abstraktion. Der Künstler reflektiert in seiner umfassenden Bestandsaufnahme der Welt neue Wahrnehmungs- und Denkweisen. Zeitliche, regionale, moralische oder thematische Begrenzungen gibt es für seine dargestellten Figuren nicht. Immer umweht sie eine Atmosphäre von Einsamkeit, Wahnsinn, Tod, Entstehen und Vergehen. Neben der Ausstellung in der Factory wird Thomas Palme mit Künstlerfreund/innen eine Musik-Film-Literatur-Performance in der Minoritenkirche in Krems-Stein realisieren.

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Mahony

28. Februar 2010 bis 18. April 2010

Odyssey 500 ist eine Annäherung an die Kulturpraxis des Reisens und die künstlerische Befragung damit in Zusammenhang stehender Phänomene und Bilder. Hierbei spielen geschichtliche Herleitungen, konstruierte Geschichten und entstandene Mythen sowie die aus ihnen resultierenden emotionalen Besetzungen des Reisemotivs eine grundlegende Rolle. mehr

LeopoldKessler

08. November 2009 bis 14. Februar 2010

Michel Foucault steht am Kremser Kreuzberg und winkt. Er ist fünf Meter groß, Funken stieben aus seinen Armen. Sein Blick ist starr auf den Innenhof der Strafvollzugsanstalt Stein gerichtet, wo Inhaftierte ihren täglichen Runden nachgehen. Einer der Insassen bleibt stehen, putzt sich die Brille und beobachtet Foucault. mehr

MarleneHaring

13. September 2009 bis 26. Oktober 2009

Marlene Haring (Jahrgang 1978) stellt in ihrer Arbeit Fragen nach sozialer Nähe und Distanz, Körper und Geist, Sex und Gender. In ihren Performances und Happenings, die meist im öffentlichen Raum stattfinden, analysiert die Künstlerin die Strukturen von räumlichen, historischen und sozialen Kontexten. mehr

MasashiEchigo

19. Juli 2009 bis 30. August 2009

Der japanische Künstler und Architekt Masashi Echigo (Jahrgang 1982) beschreibt mit seinen Installationen die Existenz des physischen Raumes. Für Echigo sind Definition, Bemessung, formale und kreative Gestaltung die wichtigsten Aufgaben von Kunst und Architektur. Inspiriert durch die Zen-Gärten seiner Heimat und die japanische Tradition der NatureArt, gliedert und gestaltet er den Raum. mehr

MarcoSchuler

17. Mai 2009 bis 12. Juli 2009

Marco Schuler (Jahrgang 1972) geht in seiner Kunst an die Grenzen des Möglichen. Ausgangspunkt ist dabei oft sein eigener Körper, den er – per Video dokumentiert – zur Bewältigung absurdester Aufgaben zwingt oder als Passform für skulpturale Arbeiten, in denen sich Witz, Wahnsinn und Bedrohung in einem prekären Gleichgewicht halten, nutzt. Schulers unbändige Lust am Experiment mit nicht kalkulierbarem Ausgang zeigt sich beispielsweise an seinem Selbstporträt Treffer. mehr

Jenny Watson

22. Februar 2009 bis 10. Mai 2009

Jenny Watson, 1951 in Melbourne geboren, ist eine der bekanntesten Künstlerinnen Australiens. Ihr künstlerischer Wirkungskreis reicht weit über den australischen Kontinent hinaus. 1993 vertrat Watson Australien auf der Biennale in Venedig.
Die europäische Vorstellung von australischer Kunst reicht kaum über die klischeehafte Kenntnis von Aboriginal Art hinaus, doch existiert in Australien eine äußerst vitale und innovative Kunstszene. Jenny Watson arbeitet in einer Kombination aus Malerei, Text und Objekt auf figurative Weise. Schlichte, einprägsame Sujets, Humor und bissige Ironie prägen ihr Werk und provozieren ganz bewusst eine gewisse Infantilität. Watson kreiert in ihren Bildern komplexe Geschichten, die einen feministischen und sozialkritischen Anspruch haben und gleichzeitig vertrauliche Einblicke in ihr Leben zulassen. Ihre engagierte Kunst befasst sich explizit mit Themen der weiblichen Identität. Immer wieder greift sie auf subtile Art und Weise männliche Vormachtstellungen in der Kunstwelt an und thematisiert Gewalt, Brutalität und Chauvinismus.
Jenny Watson verbringt 2009 einige Monate als Stipendiatin von AIR artist-in-residence Krems in Niederösterreich. Der Großteil der Arbeiten, die in der Factory gezeigt werden, entsteht vor Ort.

Eröffnung
Samstag, 21. Februar 2009

Kurator
Hartwig Knack
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Teresa Margolles

05. Oktober 2008 bis 15. Februar 2009

Die Mexikanerin Teresa Margolles (Jahrgang 1963) beschäftigt sich in ihrer Kunst mit dem Tod – besser gesagt mit Toten. In den Leichenschauhäusern von Mexico City begegnet die Künstlerin, die ein Diplom in Gerichtsmedizin hat, den Körpern von meist jungen Menschen, die Opfer von Gewaltverbrechen, Drogen oder auch Verkehrsunfällen wurden. mehr

Stephan Fillitz

15. Juni 2008 bis 21. September 2008

Licht ist das Element, das im Mittelpunkt von Stephan Fillitz' Schaffen steht. In skulpturalen Lichtobjekten und Installationen erkundet er seine physikalisch-optischen Eigenschaften und macht seine Qualität und Empfindung nahezu taktil erfahrbar. mehr

Kazuko Miyamoto

11. Mai 2008 bis 08. Juni 2008

Kazuko Miyamoto, Jahrhgang 1942, ist in den Monaten April, Mai und Juni Stipendiatin von AIR artist-in-residence Krems und entwickelt im Offenen Atelier ein Multi-Media-Projekt. Die gebürtige Tokioterin lebt in New York, sie leitet dort die 'Gallery OneTwentyEight' und war 30 Jahre lang Assistentin des Konzeptkünstlers Sol LeWitt. mehr

Hartwig Kompa

09. März 2008 bis 04. Mai 2008

Hartwig Kompa ist ein Vertreter der klassischen Farbmalerei. Seine Kunst beschäftigt sich mit dem Volumen von Farbe, ihrer malerischen Untersuchung und der Artikulation von Farbe im Raum. Kompa sieht die Farbe losgelöst vom Bildträger, sie ist eine eigenständige Größe, Objekt und Thema der Bilder zugleich ohne literarischen oder philosophischen Kontext. Sie ist nicht an Gegenstände oder Motive gebunden, der Künstler verwendet sie frei von jeder darstellenden oder illusionistischen Funktion. mehr

Thomas Baumgärtel

14. Oktober 2007 bis 17. Februar 2008

Die Factory der Kunsthalle Krems präsentiert den politischen Künstler Thomas Baumgärtel, der seit rund 20 Jahren mit einer gesprayten, leuchtend gelben Banane seine Spuren im öffentlichen Raum hinterlässt. Thomas Baumgärtel drängt in seiner Kunst auf inhaltliche Auseinandersetzung und öffentliche Diskussion, er steht in der Tradition der Antikriegskunst. In der Factory zeigt Baumgärtel Arbeiten der Bilderserie Nie wieder Krieg, entstanden Mitte der 90er-Jahre, und Bilder seiner jüngsten Serien Menschenmassen und Holocaust. mehr